Reparatur Schuppen

Bevor ich den Schuppen zurückstellen konnte, musste ich noch eine Reparatur am Ständerwerk vornehmen. Am hinteren Teil des Schuppens, im unteren Bereich war auch da das Holz arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Meine Hoffnung, die passenden Holzlatten im Baumarkt zu bekommen, schlug leider fehl. Ich hatte noch ein Kantholz, was in der Tiefe die gleichen Maße hatte. Mit der Stichsäge war dieses, auf Breite und Länge schnell zugeschnitten. Um die Reparatur durchführen zu können, musste ich den Schuppen etwas aufbocken. Das marode Holz habe ich rausgeschnitten. Damit die Hölzer nicht stumpf aufeinander liegen, habe ich auf beiden Seiten ein Keil rausgeschnitten (s. Foto) und die Hölzer miteinander verschraubt. Das Verwenden von Flachverbinder konnte ich somit einsparen. Endlich konnte der Schuppen zurückgestellt werden.
Nachdem der Schuppen nun auf seinem angestammten Platz stand, habe ich diesen ausgerichtet. Mit Zollstock und Wasserwaage habe ich den Schuppen Stück für Stück in seine Endposition gebracht und mit den Darunterliegenden Kanthölzer verschraubt. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Tür- und Fensterausschnitte sich wieder im rechten Winkel befinden. Im vorderen Bereich habe ich dann die restlichen Hölzer entfernt. Für die Teilreparatur an den Außenwänden, stand ich abermals vor dem Problem, den richtigen Rauspund mit den passenden Abmessungen zu finden. Mein Problem war, Rauspund in der richtigen Stärke zu finden. Die meisten, die angeboten wurden, waren dicker. Im vierten Baumarkt habe ich dann was gefunden, was annähernd gepasst hat. D.h., ich musste beim Verbauen ein bisschen mit der Nut und Feder tricksen.
In der Reihenfolge hieß es, altes Holz runter. Das stehengebliebene Holz habe ich mit einen Dreiecksschleifer (damit kommt man besser in die Ecken und Kanten) abgeschliffen. Dann den neuen Rauspund wieder drauf. Zwischendurch habe ich immer wieder überprüft ob der Schuppen noch richtig ausgerichtet ist. Das neue Holz habe ich dann mit Holzschutzlasur einmal vorgestrichen. Im Nachgang habe ich dann den gesamten Schuppen noch zweimal komplett durchgestrichen. Nach jeden streichen habe ich die Lasur 24 Stunden trocknen lassen.
Eine kleine Herausforderung war noch die Tür. Hierfür habe ich den gleichen Rauspund wie für die Außenwände verwendet. Dazu habe ich die notwendige Anzahl an Brettern, in der Nut mit Leim verklebt. Die Außenmaße hatte ich großzügig bemessen, um später das eigentliche Türblatt auszusägen. Zur Fixierung hatte ich die verklebten Bretter mit zwei Leisten verschraubt und über Nacht trocknen lassen. Die Außenmaße der alten Tür habe ich dann übertragen und das Türblatt zugesägt.
Anschließend kam das “Z“ (zur Stabilisierung) wieder drauf. Beim Ausrichten musste ich darauf achten, dass die Türscharniere wieder passen, da diese mit dem „Z“ verschraubt werden.

Nachdem die Tür am Schuppen wieder eingepasst war, musste ich die Türspalte noch etwas nacharbeiten. Abschließend wurde noch das Türschloss (Kastenschloss) montiert.
Das alte Schuppenfenster, was aus Glas war, habe ich durch eine Plexiglasscheibe ersetzt. Diese, sowie das Lüftungsgitter – was als Abluft für den dahinterstehenden Kühlschrank dient – habe ich mit Silikon eingeklebt. Für den Fußboden habe ich 19 mm starke OSB (Verlegeplatten) verwendet. Hier ist darauf zu achten, dass es eine Oben- und Unterseite gibt. Die Platten habe ich dann mit dem Unterbau verschraubt.
Zuletzt kamen die Feinarbeiten. Das Dach habe ich mit einem handelsüblichen Moosentferner eingeweicht, zwei Tage einwirken lassen und mit einem sehr harten Handfeger abgebürstet. Die Dachkante wurde noch mit zwei Brettern verkleidet. Ganz zum Schluss habe ich dann die Randbeete mit einem Unkrautvlies ausgelegt und mit grobem Quarzkies (20 – 40 mm) aufgeschüttet.
Ich denke die Bilder sprechen hier für sich.

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