Umrandung

Nachdem der Untergrund nun grob wieder hergestellt war, ging es an die Umrandung mit Kantensteinen. Ich habe mich für relativ kleine Kantensteine (B50xH15xT4,5) entschieden. Zum einen waren mir die Metersteine zu klobig, zum anderen hat es sich als schwierig erwiesen – im Baumarkt – Kantensteine mit einem glatten Abschluss zu bekommen. Merkwürdigerweise sind die meisten Kantensteine mit Nut & Feder Abschlüssen versehen. Nachdem das nötige Werkzeug zusammengestellt war, habe ich mit den Moniereisen und der Maurerschur den Rahmen für die Steinkanten abgesteckt.

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Hierzu habe ich aus alten Eisenstangen (Moniereisen), acht (ca. 1 Meter lange) Stäbe geschnitten. Um einen genauen Rahmen mit der Maurerschnur abzustecken, sollten für jede Ecke zwei Stangen verwendet werden, die so in die Erde gesteckt werden, dass sich für einen exakten rechten Winkel die gespannten Schnüre kreuzen. Dort wo sich die Schnüre kreuzen, stellt dann das eigentliche Maß für die Kantensteine dar. Ich habe mich nach der Außenkante vom Kantenstein gerichtet. Nachdem ich mir die Höhe ausgelotet hatte, habe ich nach und nach die Schnüre rechtwinklig und in Waage ausgerichtet. In der Breite habe ich auf jeder Seite 30 cm dazu gerechnet. Hier soll später, als Abschluss an den Seiten, noch ein Kiesbett angelegt werden.

Um den Kantensteinen den richtigen Halt zu geben, habe ich diese in ein Betonfundament gesetzt. Dafür habe ich Estrichbeton verwendet. Für das Betonbett habe ich eine Höhe von ca. 10 cm einberechnet (wichtig für die Berechnung der Kantensteinhöhe).

Meine Schnüre waren nun gespannt und nach der Höhe der angrenzenden Umgebung ausgelotet. Ich habe nun die 15 Zentimeter (Höhe der Steinkante) zuzüglich der zehn Zentimeter für das Betonbett nach unten abgemessen und den Untergrund entsprechend angepasst. Evtl. Unebenheiten können später mit der Betonmischung ausgeglichen werden. Für das spätere Anschrägen der seitlichen Steinkanten sollte der Graben auch breit genug sein. Um Steinkanten zu setzen, sollte der Beton recht dick angesetzt werden. Man spricht hier von erdfeucht. Das genaue Mischungsverhältnis ist aus der Anleitung, auf der Verpackung zu entnehmen. Zum Anrühren der Mischung habe ich einen 40-Liter- Mörtelkübel (Maurertuppe) und ein Mörtelrührer verwendet. Anfangs habe ich die Mischung noch mit einem Spaten vermengt, was mir auf Dauer aber dann doch zu anstrengend war. Für knappe 50,00 Euro habe ich mir dann ein Rührgerät bei einem Discounter gekauft.

Die ersten beiden Steine habe ich als Ecke gesetzt. Hierzu habe ich das Betonbett etwas höher angesetzt und mit dem Hammer (ich bevorzuge den Fäustel mit Gummiaufsatz) auf die Höhe der Maurerschnur vorsichtig angepasst. Der Anfang ist immer am schwersten, heißt es so schön. Darum sollten die ersten Steine so genau wie möglich ausgerichtet werden. Also, darauf achten, dass sie vertikal und horizontal in Waage sind und die Ecke im rechten Winkel. Denn umso genauer man diese ersten beiden Steine setzt, umso einfacher wird es mit den nachfolgenden. Ist die Ecke fertig gesetzt, werden die Seiten mit dem Beton angeschrägt und glatt gestrichen. Sollte der Stein einmal zu tief sitzen, diesen wieder anheben und den Beton mit der Maurerkelle wieder zusammenschieben. Den Stein dann erneut ausrichten. Der Verbrauch von Estrichbeton ist hier nicht unerheblich. Bei normalen Kantensteinen kann man pro laufenden Meter ca. einen Sack rechnen. Bei meinen kleineren bin ich auf ca. 1 ½ Meter gekommen.

Ein wesentlicher Punkt ist noch das Schneiden der Kantensteine. Hier kommt man ohne vernünftiges Werkzeug nicht weiter. Ich konnte mir von einem Freund einen Winkelschleifer (Flex) mit einem (Durchmesser) 230er Diamantblatt borgen. Dieses Gerät kann man sich auch in den meisten Baumärkten ausleihen. Das Schneiden mit einem kleineren Winkelschleifer (ø 115er) hat sich als uneffektiv erwiesen, da die Schnitttiefe zu gering ist.

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